Veröffentlicht in Allgemein, DIY, Garten

Der Hingucker im Garten, unser neuer Pflanztisch

Hallo, ich melde mich jetzt aus meiner kurzen Osterpause zurück bei euch. Ich hoffe ihr hattet alle schöne Ostertage und konntet die Ferien bei diesem traumhaft schönen Wetter so richtig genießen.
Wir haben die freien Tage genutzt um richtig kreativ zu werkeln. Knapp drei Tage haben wir gebraucht um unser neues Schätzchen fertig zu bekommen, man hätte es auch in zwei Tagen schaffen können, aber die Sonne hat uns doch immer wieder verführt, mal eine Pause einzulegen. Und dazu sind Ferien ja schließlich auch da, um zwischendurch einfach mal gar nichts zu tun.
Jetzt geht es aber los und ich freue mich, diesen Post für euch zu schreiben. 🙂

Schon seit Ewigkeiten habe bei Instagram diesen einen wunderschönen Pflanztisch bewundert, und schon lange wollte ich ihn auch haben. Wir haben jetzt wirklich lange hin und her überlegt, wie und wo wir einen unterbringen können. Unser Garten ist zwar recht groß, aber in der hintersten Ecke wollte ich ihn auch nicht stehen haben, zentral sollte er stehen und von allen Winkeln im Garten aus zu betrachten und vor allen Dingen zu bewundern sein. 🙂
Wir hatten uns dann zum Jahreswechsel entschieden wo er hin kommen sollte und ich muss ehrlich zugeben, dass es für mich ein Kompromiss war. Denn am liebsten hätte ich ihn so stehen gehabt, dass man ihn auch im Winter von drinnen gut sehen kann, leider ist das bei uns aber nicht machbar gewesen. Nun steht er an seiner vorhergesehenen Stelle und er macht da eine hervorragende Figur. Mein Mann hat da ganze Arbeit geleistet und ich bin wahnsinnig stolz auf ihn!

Kurze Pause während der Arbeit

Ich hatte ja im letzten Post erzählt, dass uns der Sturm im Februar die Sichtschutzwände zerlegt hat, denn hier wo jetzt der Tisch steht, war eigentlich eine Wand und wir wollten den Pflanztisch eigentlich nur davor stellen. Da nun aber nur noch die Pfosten übrig waren, haben wir die Rückwand vom Tisch einfach separat gebaut. Also quasi als neue Sichtschutzwand. Dazu haben wir einfach drei Latten quer zwischen die alten Pfosten gesetzt und anschließend mit Nut -und Federholz eine neue Wand gebaut. Wir, bzw. mein Mann musste sowieso ziemlich basteln, da wir an der Stelle keinen ebenen Boden haben. Wir konnten also nicht den eigentlich geplanten Tisch 1 zu 1 nachbauen, sondern mussten ein wenig kreativ werden.

Dort bei der Rasenkante lag das Problem, der Höhenunterschied! Aber dazu gleich mehr.

Bei dem Tisch den ich eigentlich wollte, besteht das Grundgerüst aus einem Kasten, der einfach auf den Boden gestellt werden kann. Das ging so bei uns aber nicht, da wir wie oben schon geschrieben, keinen geraden Untergrund haben. Wir hätten erst unter großem Aufwand die Randsteinplatten entfernen müssen. Deshalb hat unser Tisch jetzt auch drei verschieden lange Beine.

Mein Mann hatte dann die Idee, den Tisch von oben an zu bauen. Das heißt, er hat das Gestell von der Tischplatte zuerst gebaut. Er hat also ausgemessen wie breit die Wand ist und hat in der Länge ein Brett zurecht gesägt und hat dann zwei weitere Bretter an das lange nach vorne hin befestigt.

Während mein Mann alles zurecht gesägt hat, habe ich schon einmal gestrichen. Gut dass das Wetter so schön war, so ist alles ganz schnell getrocknet. Wundert euch bitte nicht über die Farbe, sie sieht nur in der prallen Sonne so gelb aus. Ich konnte aber zwischen den einzelnen Arbeitsschritten leider nicht auf das perfekte Licht warten. 😉
Am ersten Tag sind wir dann soweit gekommen.

Am nächsten Tag haben wir dann zuerst die Tischplatte gebaut. Dazu haben wir einfach wieder Nut -und Federholz genommen. Dieses hier ist etwas dicker und breiter als das der Rückwand (19 zu 27mm). 4 Stück haben wir dafür genommen, ineinander gesteckt und von unten verschraubt. Danach noch eine umlaufende Leiste aus einfachen Latten um die Kante etwas schöner zu gestalten.

Während ich die Tischplatte gestrichen habe, hat mein Mann die untere Platte vom Tisch gebaut, leider habe ich vergessen davon ein Bild zu machen. 😉

Als dann alles gestrichen und die Platten eingesetzt waren, nahm das Ganze dann schon Form an und ich konnte erkennen, dass es genauso wird, wie ich es mir vorgestellt hatte. 😀

Und gleich mal etwas Deko rein gestellt 🙂

Nun kam für mich der scheinbar schwierigste Teil, das Dach! Die Trägerbalken sind aus 40x60er Kanthölzern, Neigung ca. 10° und dann von hinten an der oberen stabilisierenden Leiste (24×48) verschraubt. Dann die Stützen irgendwie „reingefummelt“ und voilà: Die Grundkonstruktion fürs Dach ist fertig.

Ich habe dann schon mal eine Latte zur Probe gelegt.

Auch für das Dach haben wir wieder Nut -und Federholz verwendet. Das waren vor allem Reste die wir noch herumliegen hatten. Wir sind ganz oben angefangen und haben uns dann nach unten durchgearbeitet. Am Ende noch eine umlaufende Kante aus Holzlatten (17×36). Zum Schutz vor Wetter haben wir auch das Dach gestrichen und es zusätzlich noch mit einer dicken Folie bezogen und fest getackert. Für die Optik haben wir noch den Rest von unseren Schilfrohrmatten genommen, die wir noch von unserem Pool übrig hatten. Den ersten ordentlichen Regenguss hat es schon überstanden, alles trocken geblieben, also Taufe überlebt! 🙂

Dann kam für mich der schönste Teil der ganzen Arbeit: Das Dekorieren, herrlich!
Man hat es ja schon die ganze Zeit im Kopf wie es mal aussehen wird, aber wenn es dann soweit ist, ist es noch mal um so schöner. Auf meinem Pflanztisch wird wahrscheinlich niemals gepflanzt, aber dafür mit viel Liebe zum Detail dekoriert. Am ersten Abend war er natürlich noch etwas kahl, aber ich denke mit der Zeit wird er von ganz alleine voll. Wir Frauen ticken doch da alle gleich, oder?
Ach, was freue ich mich schon darauf ihn im Herbst zu dekorieren, ja ich weiß jetzt kommt erstmal der Sommer, aber der Herbst ist meine liebste Jahreszeit und der Deko-Höhepunkt für mich.
Aber jetzt möchtet ihr bestimmt erstmal Bilder sehen, nicht wahr? Auf Instagram habe ich ihn ja schon gezeigt, die meisten von euch kennen ihn also schon. 🙂

Am nächsten Morgen habe ich dann noch etwas hin und her geschoben und ein paar Tulpen dabei gestellt und schon sah es etwas netter aus.
Jetzt fehlt nur noch eine Beleuchtung, damit wir in den kommenden Monaten, wenn wir wieder lange draußen sitzen, auch Licht haben. Bis jetzt habe ich aber noch nicht das passende für uns gefunden. Aber ich warte bis mir genau das vor die Füße fällt was ich mir vorgestellt habe und bis dahin bleibt es einfach so. Oft genug habe ich irgend etwas gekauft, nur um überhaupt etwas zu haben und das mache ich nicht mehr. Genau solche Sachen landen dann nämlich im nächsten Jahr auf dem Flohmarkt.

Und jetzt noch ein paar Bilder ganz aktuell von heute:

In die Zinkwanne möchte ich noch etwas Salat pflanzen
Es sieht aus als hätte er schon immer da gestanden

Grobe Maße:

  • ca. 200cm breit (zwischen den Balken 180cm)
  • ca. 210cm hoch
  • ca. 62cm tief (Tischplatte)

Material:

  • Kantholz 60×60 (Beine)
  • Kantholz 40×60 (Dach)
  • Latte 24×48 (Leiste oben und Kante Tischplatte)
  • Latte 17×36 (Leisten Rand und Kante Dach)
  • Rauspund Nut -u. Federholz 19×96 (Rückwand und Dach)
  • Rauspund Nut -u. Federholz 23×121 (untere Platte)
  • Rauspund Nut -u. Federholz 27×146 (obere Platte)
  • Schalbrett 23×140 (Rahmen oben)
  • ein paar Stahlwinkel
  • gefühlt hunderte Schrauben
  • Schilfrohrmatte, zb. die hier: Schilfrohrmatte 90×600 (Werbung / Affiliate)
  • Holzlasur Außen, Farbe: Kiefer und Palisander, Mischung ca. 5:1

Unsere Werkzeugempfehlungen:

Skil Multischleifer*
Bosch Stichsäge*
Einhell Akkuschrauber*

*Werbung / Affiliate-Links

Das Material bekommt man im Baumarkt eures Vertrauens. Unserer ist schon seit Jahren Hornbach, gut sortiert und preislich fair. (Werbung / unbeauftragt, kein Affiliate)

Die Liste ist nicht abschließend und sicherlich wurde was vergessen, wie bereits gesagt, zum Teil haben wir Reste verwendet. Und selbstverständlich benötigt man jeweils mehr als nur 1 Stück, das hängt von der individuellen Konstruktion ab. 😜 Nur als Anhaltspunkt deshalb die Liste, ohne Mengen.

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig inspirieren und vielleicht habt ihr ja auch noch ein wenig Platz in eurem Garten und auch Lust euch etwas zu gestalten. Ich freue mich jetzt auf jeden Fall, dass wir wieder etwas neues geschaffen haben und durch unsere eigenen Begebenheiten dieses Projekt Pflanztisch zu unserem gemacht haben.
Und obwohl unser Tisch jetzt nur noch auf dem ersten Blick dem ähnelt den ich eigentlich wollte, möchte ich mich doch bei meiner Inspirationsquelle bedanken.
Vielen Dank, liebe Sabrina von so.leben.wir!
Ich freue mich auf meinen nächsten Beitrag und sage bis zum nächsten Mal.

Eure Sabrina

5 Kommentare zu „Der Hingucker im Garten, unser neuer Pflanztisch

  1. Das sieht super chic aus !!! In meinem Garten fehlt noch so ein Pflanztisch, uns verführt immer einiges abends , gar nicht mal anfangen zu bauen 😅 ich habe einen aus Paletten entdeckt, bei Pinterest. Der sieht recht einfach aus und Paletten habe ich schon fleißig gesammelt . Vielleicht fangen wir bald an ☺️ viel Spaß mit dem
    Tisch. die schöne Gartensaison & Pflanz Zeit fängt an 🌸🌸🌸 liebe Grüße , Anna 💁🏻‍♀️

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Anna,
      schön dass dir unser Tisch gefällt. Aus Paletten kann man auch tolle Sachen bauen. Ich habe hier noch ein kleines Pflanzregal aus einer Palette stehen. Das könnte ich auch mal wieder zu neuem Leben erwecken.
      Ich wünsche dir viel Spaß beim bauen und ein erfolgreiches Gartenjahr.
      Liebe Grüße Sabrina 💁

      Gefällt 1 Person

      1. Ich glaube , so ein Pflanzregal habe ich auch gesehen – auch ganz tolle Idee !!! Hast du auch mal so einen Strandkorb aus Paletten gesehen? Sie sehen auch klasse aus, ist wahrscheinlich aber viel Arbeit mit Paletten vorbereiten und das zusammen Zimmern. Es sind schon ganz viele Sachen unterwegs zu sehen, leider fehlt immer die Zeit und die Motivation und letztendlich Platz im Garten .

        Liken

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